Schnitzeljagd mal anders
Tausendsassa Oliver Otto gehen die Ideen nicht aus. Sein neuestes Projekt bewirbt der ehemalige Bundesligakicker des VfB Stuttgart mit den Worten „weltweit einmalig": In Wernau eröffnet der 39-jährige Sportlehrer am 1. Juli einen Geo-Koordinationspark, in dem Gruppen eine Schnitzeljagd der etwas anderen Art erwartet.
Peter Eidemüller
Wernau. Miteinander ein Ziel verfolgen, um gemeinsam belohnt zu werden - der Grundgedanke einer jeden Schnitzeljagd ist auch Leitmotiv für das neueste Projekt von Oliver Otto. Auf einer rund 30 Quadratkilometer großen Fläche zwischen Wernau, Wendlingen und Hochdorf hat der Diplom-Sportlehrer mit Fußballprofivergangenheit beim VfB Stuttgart 13 Schätze vergraben, die es mithilfe von Navigationsgeräten zu finden gilt. Wer‘s schafft, auf den warten Koordinationsübungen wie zum Beispiel das Fahren auf einem Pedalo oder das Balancieren einer Murmel auf zwei Stöckchen - Otto wäre nicht Otto, wenn sein neuestes Angebot nicht wie seine anderen Projekte auch Bewegung und Spaß miteinander verbinden würde. Anders als beim seit Jahren boomenden Geo-Cashing steht im Geo-Koordinationspark das Zusammenspiel von Orientierungssuche und Geschicklichkeitsaufgaben im Vordergrund. Dass sich das Angebot hauptsächlich an Gruppen richtet, ist dabei gewollt. „Teambuilding ist heutzutage immer mehr gefragt", weiß Oliver Otto, der den Park darum neben Schulklassen oder Sportvereinen vor allem Firmen ans Herz legt. „Eine gemeinsame Aufgabe zu meistern, formt jede Gruppe", glaubt er.
Dass er mit seiner pfiffigen Idee einen Nerv der Zeit zu treffen scheint, zeigt die große Nachfrage, die schon vor der offiziellen Eröffnung am 1. Juli bei ihm eingeht. Bereits zehn Gruppen, darunter 100 Grundschüler aus Wendlingen, haben sich für die Otto‘sche Schnitzeljagd angemeldet.
Und die funktioniert so: Nach individueller Terminabsprache werden die Schatzsucher von Oliver Otto mit Navigationsgeräten ausgerüstet. Die lotsen die Gruppen von verschiedenen Startpunkten in und um Wernau über das Gelände zu den Verstecken, an denen Otto die „Schatztruhen" verbuddelt hat. Da die Navis die Suchenden nur auf etwa zehn Meter an die Verstecke heranbringen, ist zum Aufspüren der Schätze gemeinsames Suchen angesagt. Die Belohnung sieht hier jedoch keine Süßigkeit oder einen Wertgegenstand, sondern eine Koordinationsaufgabe vor, die nach beigelegter Anleitung allein oder im Team gelöst werden soll. „Sich gemeinsam draußen bewegen, Spaß haben und lernen, ohne es zu merken", beschreibt Oliver Otto die Ziele seines Park, den er als weltweit ersten seiner Art anpreist. „Ich habe das ganze Internet durchforstet, aber nirgends etwas Vergleichbares gefunden", sagt er, der rund eineinhalb Jahre an der Umsetzung des Projekts gearbeitet hat und bei der Gestaltung der einzelnen Stationen in finanzielle Vorleistung gegangenen ist.
Sorge, dass ihm jemand die Idee klauen könnte, hat er nicht. Auch die Bedenken, dass die Schatzsucher die Ausrüstung kaputt machen, sie mitgehen lassen oder das Gelände abseits der markierten Wege durchforsten könnten, bereiten ihm kaum Kopfzerbrechen. „Wenn man immer nur dran denkt, was nicht klappt, kann man‘s auch gleich bleiben lassen."
erschienen am 25.06.2012
erschienen in der Stuttgarter Zeitung
Schatzsuche mit viel Bewegung
WERNAU: Sportlehrer Oliver Otto hat sich eine besondere Schnitzeljagd ausgedacht - Start am 1. Juli
Wer kennt das nicht: Eltern wollen ihre Kinder zum Spazierengehen bringen, die murren aber. „Da ist es was ganz anderes, wenn man sagt: Wir gehen heute auf Schatzsuche“, sagt der Wernauer Sportlehrer Oliver Otto. Nach einem Jahr Vorbereitungszeit will er im Juli den „weltweit ersten Geokoordinationsspark“ eröffnen. „Na, weltweit ja wohl nicht“, meinte Bürgermeister Armin Elbl, als Otto sein jüngstes Projekts vorstellte. Elbl war bei der Planung eingebunden, denn die meisten Schatzinseln liegen auf städtischen Grundstücken. „Doch, weltweit“, beharrt der ehemalige VfB-Spieler. Zwar gebe es in Deutschland inzwischen etwa eine Million Verstecke, sogenannte caches (englisch für „geheimes Lager“). Doch bei keinem gehe es um Koordination. „Ich will ja die Leute in Bewegung bringen.“ Gruppenerlebnis, Spannung und ein Abenteuerfaktor sollen aber dazukommen, sagt der Erfinder verschiedener Sport- und Spaßprojekte.
Navi führt zum „Gartenpedalo“
Die Schatzjäger leihen sich zuerst bei Oliver Otto ein Navigationsgerät aus und zahlen ihren Eintritt. Mit drei Klicks listet das Navi einige Schatzpunkte und zeigt, in welcher Entfernung sie liegen. Beim Stichwort „Gartenpedalo“ landet man zum Beispiel an einem abgeschlossenen Grundstück. Doch in der „Notfallkiste“, einem schwarzen Rucksack, ist der Schlüssel dazu. Das ist das Privatgrundstück der Familie Otto. Dort angekommen, wird die „Schatztruhe“ gesucht, die im Umkreis von zehn Metern liegen muss. Ein Tipp: Wegen der Verletzungsgefahr hängt die in Wernau nie in Bäumen, wie andere Geocaching-Verstecke, sondern ist immer im Boden eingegraben. Auch ohne Buddelhandschuhe ist der regenfeste Behälter aber einfach herauszuziehen. Beim Pressetermin ist er schnell gefunden.
Die Bewegungsaufgabe hier: Pedalo fahren, vorwärts und rückwärts. Nach einem ordentlichen Ruckler greift Elbl kurz mal nach Ottos ausgestreckter Hand. „Uh, rückwärts ist es schwerer“, sagt der Rathauschef. „Das ist für Fortgeschrittene“, bestätigt der Koordinations-, Gehirn- und Athletiktrainer beim VfB Stuttgart. Schließlich sollen alle Teilnehmer eine Herausforderung, aber auch Erfolgserlebnisse haben.
25 Kilometer lang ist der gesamte Park, wenn Gruppen oder Einzelne alle Schatzpunkte ansteuern. „Das ist an einem Tag nicht machbar.“ Wenn im Juli etwa 100 Wendlinger Grundschüler kommen, lässt er sie gruppenweise zu jeweils fünf bis sechs Stationen ansteuern. Manche starten in Richtung Kranzhalde, manche im Neckartal. Rund um Wernau sind die Stationen zu finden. Mal wird die Reaktion an einem Stab, der zu greifen ist, getestet, mal lässt man eine Murmel auf Holzbahnen kullern. Das wird ganz schön schwer, wenn jeder der Gruppe die Stücke der Bahn nur auf den Fingern jonglieren darf und alle sich absprechen müssen, wer hoch und wer runter gehen soll. Auch wenn Elbls Söhne schon 18 und 20 Jahre alt sind, werde sich seine Familie auf die Schatzsuche begeben: „Klar, das muss man mal ausprobieren.“
Versteck überwuchert
Otto hofft nun, dass die Leute sorgsam mit den Spielen umgehen und nichts klauen, nichts kaputt machen und der Umwelt zuliebe auf den Wegen bleiben. So steht es in den Regeln, die jeder mitbekommt. In den nächsten Wochen wird er zusammen mit seiner Familie und Freunden weitere Testläufe starten. Denn eines ist ihm schon passiert: „Einen Punkt habe ich selbst nicht mehr gefunden.“ Brennesseln hatten die Schatztruhe komplett überwuchert. „Ich hab mir dann einen Brennesseltee gemacht und einen neuen Platz gesucht.“
Familien mit ihren eigenen Kindern zahlen 25 Euro. Für das Navi sind eine Kaution von 20 Euro und ein Ausweis zu hinterlegen. Anfragen an Oliver Otto unter Tel. 0 71 53/61 93 63 oder E-Mail: gaudi@oli-otto.de
erschienen in der Esslinger Zeitung vom 30.5.2012
Weltweit erster Geo-Koordinationspark eröffnet am 1. Juli 2012
Am 1. Juli 2012 eröffnet in Wernau der „weltweit erste GeoKoordinationspark“,
so Oliver Otto, der für neuen Freizeitspaß sorgen soll. Bei einer modernen
Schnitzeljagd nach dem Prinzip des Geocaching hat jeder Schatzsucher sein
Geschick in Sachen Koordination und Bewegung unter Beweis zu stellen.
Abenteuer, Spiel und Spaß für ein unvergessliches Erlebnis in der Gruppe oder
für Einzelkämpfer sind garantiert.
Oliver Otto, der von 1991 bis 1994 beim VfB Stuttgart spielte, hat bereits
mehrmals Sport- und Spaßprojekte mit gleichzeitigem Lerneffekt ins Leben
gerufen. Dieses Mal will er bei einer tollen Schatzsuche mit
Geschicklichkeitsübungen in seiner Heimat Wernau „die Leute in Bewegung
bringen“. Für mehr Abwechslung im Freien soll gesorgt sein, denn wer kennt das
nicht: Kinder murren, wenn Eltern sie zum Spazierengehen ermuntern wollen. „Da
ist es was ganz anderes, wenn man sagt: Wir gehen heute auf Schatzsuche“,
unterstreicht Otto seine Erfindung des „weltweit ersten GeoKoordinationsparks“.
Schließlich gehe es sonst beim Geocaching nicht um zusätzliche
Koordinationsübungen. Bis zur Eröffnung am 1. Juli 2012 hat der Koordinations-,
Gehirn- und Athletiktrainer des VfB Stuttgart ein Jahr lang intensive
Vorbereitungen getroffen, um eine Freizeitalternative für Familien, Firmen,
Schulen und Kindergärten zu schaffen.
Der neuartige GeoKoordinationspark beruht auf den Grundregeln des Geocachings,
das seine Ursprünge im US-Bundesstaat Oregon hat. Geocaching (griech. geo =
Erde und engl. cache = geheimes Lager) wurde im Jahr 2000 erfunden, als Dave
Ulmer einen Pott mit Krimskrams in den Wäldern bei Portland versteckte und die
Geo-Position auf einer Internetseite veröffentlichte. Heutzutage sind in
Deutschland etwa eine Million Caches versteckt und das Schatzsucher-Hobby
erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Mithilfe eines Global Positioning
System (GPS) – Empfängers können Schatzsucher die Verstecke auf etwa zehn Meter
Entfernung orten. Der gesamte Park von Oliver Otto ist 25 km lang und birgt
Schätze in Form von koordinativen Aufgaben, die teilweise mit Hilfe von Geräten
wie zum Beispiel Pedalos allein oder in der Gruppe gelöst werden müssen.
Zuerst melden sich die Besucher bei Oliver Otto an und erhalten nach Bezahlung
des Eintrittspreises und einer Kaution ein Navigationssystem ausgeliehen. Mit
drei Klicks listet das Gerät die Entfernung zu verschiedenen Schatzpunkten auf,
die angesteuert werden können. Auf den letzten Metern zum Zielpunkt gilt es für
die Abenteuerlustigen ihren Spürsinn einzusetzen, um dann an der richtigen
Stelle nach der Schatzdose zu buddeln. Das sorgt für jede Menge Unterhaltung.
In der Schatztruhe befindet sich wie beim Geocaching ein Buch, damit die
erfolgreiche Suche dokumentiert werden kann. Zusätzlich haben die Schatzsucher
ihr Geschick in Sachen Koordination und Beweglichkeit unter Beweis zu
stellen und damit die Aufgabe in der Schatztruhe zu lösen. Auch Bürgermeister
Armin Elbl testete bereits seine Fähigkeiten beim Vorwärts- und Rückwärtsfahren
eines Pedalos, wobei er letzteres als deutlich „schwerer“ einstufte.
Für eine erste längere Entdeckertour sind bereits 100 Grundschüler aus
Wendlingen angemeldet. Sie werden von Otto gruppenweise vom Neckartal oder in
Richtung Kranzhalde losgeschickt, um circa sechs der Stationen zu passieren.
Dass es tatsächlich nicht langweilig wird, beweist die Tatsache, dass der
Erfinder Oliver Otto manches Mal auch ins Grübeln kommt, wo er sich seine
Verstecke ausgedacht hat. „Einen Punkt habe ich selbst nicht mehr gefunden“,
gab er zu. Er erzählte, dass er sich einmal einen Brennesseltee gemacht habe,
als über einem seiner Caches ein Brennesselstrauch wucherte. Danach habe er natürlich
ein neues Versteck gesucht. Jetzt gilt es zu hoffen, dass alle Besucher sorgsam
auf den Pfaden bleiben und nichts kaputt machen, damit sich noch viele an den
Herausforderungen dieses besonderen Parks erfreuen können.
Lassen auch Sie sich dieses einzigartige Erlebnis nicht entgehen! Kontakt und
Informationen unter Oliver Otto, Tel.:07153/ 619363, Email: fussy(@)oli-otto.de, Homepage: www.oli-otto.de
erschienen im Wernauer Anzeiger vom 22.06.2012