Balanceakte an und auf Seilen
WERNAU: 6- bis 13-Jährige üben beim Zirkuscamp in der Neckarsporthalle - Am Freitag gibt es eine Vorführung
53 Kinder tummeln sich in der Wernauer Neckarsporthalle. Doch es herrscht kein wilder Trubel - alle üben konzentriert, allein oder in Gruppen. Schließlich ist am Freitag um 14 Uhr eine Zirkusvorführung für Eltern, Freunde und Verwandte.
Maren (9) und Lara (7) wollen dann ihre Kür auf dem Seil zeigen. Auf dem unteren dicken Holm des Übungsgeräts klappt das schon gut. Sie gehen aufeinander zu, die Tücher an den Handgelenken sorgen für einen Farbklecks. In der Mitte klatschen sie im Takt die Handflächen aneinander, drehen um und balancieren zurück. Auf der Plattform am Ende schwingen sie die Tücher und verbeugen sich. „Das haben wir uns selbst ausgedacht“, sagt Maren über die Choreografie. Die klappt schon am zweiten Tag des Zirkuscamps sehr gut. Wackliger wird die Sache eine Etage höher auf dem Seil. Da gibt Kiwi-Mitarbeiterin Anja Berg noch Hilfestellung. „Das tut ein bisschen an den Füßen weh“, sagen die Artistinnen, die in Söckchen üben.
Wichtige Ferienbetreuung
Zum dritten Mal hat das Jugendhaus Wernau zusammen mit dem Gaudi Spielmobil des Wernauer Sportlehrers Oliver Otto zum Zirkuscamp in den Osterferien eingeladen. „Das ist ein wichtiges Angebot, viele brauchen eine Betreuung für ihre Kinder“, sagt Kiwi-Leiter Holger Kaufhold. Innerhalb von drei Wochen war das Camp ausgebucht. Zu 80 Prozent kommen die 6- bis 13-Jährigen aus Wernau. So wie Cecilia (7), Josephine (10) und Annika (13). Die Drei düsen geschickt mit ihren Waveboards in der Halle herum, und zwar auf ihren eigenen. Sobald der Schnee nach Weihnachten getaut war, haben die Nachbarinnen gemeinsam auf der Straße mit ihren Geschenken geübt. „Hier ist es einfacher, weil es so schön rutschig ist“, sagt Josephine. Normalerweise fahren sie die Finkenstraße hinunter - und auch hinauf. „Das ist ganz schön anstrengend“, findet Annika.
Ganz einfach sei es für sie, auf dem roten Clownsrad zu fahren, erklärt die fünfjährige Mia. „Die Kleinen können das am besten“, sagt sie über das kniehohe Minirad. Ihr eigenes Fahrrad hat eine Rücktrittbremse, was sie ab und zu vergisst. Anhalten geht trotzdem: „Ich tu dann einfach die Füße runter.“ Am Trapez vergnügen sich derweil Mira (11), Antonia (9) und Hannah (11). Sie zeigen eine Übung mit Handstand, Schwan und anderen Schwierigkeiten. Kein Wunder: Alle turnen im Verein, Antonia und Hannah im TSV Wendlingen, die Deizisauerin Antonia in Plochingen. Am Freitag wollen sie nicht nur auf dem Seil balancieren und ihre Trapezübung zeigen: „Wir fahren auch Einrad auf dem Schwebebalken.“
Clowns und Tanzsäcke
Kostümierte Clowns mit roter Nase und Zylinder sind in der Sporthalle ebenso unterwegs wie Raubkatzen, die auf Bällen laufen, und grün-rot-blaue Gespenster. „Wir sind Tanzsäcke“, korrigiert einer der verhüllten Mini-Menschen. Studieren sie dann noch eine Tanznummer ein? „Keine Ahnung“, schallt's aus dem kleinen roten Sack. Ein Rumms - und Mira ist vom Trapez gefallen. Sie liegt auf der Matte und weint. „Ich bin auf den Hals gefallen.“ Sofort ist Sportlehrerin Dana Celeryn zur Stelle: „Ganz ruhig atmen“, sagt sie, legt ihre Hände auf Miras Schultern und massiert das Genick. Kurze Zeit später holt Oliver Otto alle zusammen. Ein Name für den Zirkus muss gefunden werden. Ideen gibt es mehr genug: „Bonanza“, „Luna“, „Spaßcamp“, „Maximus“, „Kunterbunte Zirkuswelt“, „Bellissimo“, „Die Artisten“, „Balsamico“, „Rambabellini“, „Valencia“. Das Kind korrigiert: „Mit F!“ Fall-Lencia also? Ob das ein gutes Omen wäre?
Auszug aus der Esslinger Zeitung vom 28.04.2011
Mit Stöcken auf die Junkers-Runde
Auszug aus der Esslinger Zeitung vom 08.04.2008
Nordic - Walking - Park Wernau
Wenn mehrere etwas gemeinsam tun, an einem Strang ziehen und die Gesundheit der Menschen dabei im Blick haben, kommt meistens etwas Gutes dabei heraus: So jedenfalls ist es auch beim "Nordic-Walking-Park" der wohl einzigartig sein dürfte im Landkreis Esslingen. Drei Nordic-Walking-Strecken in unterschiedlichen Längen und mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden sollen die Läufer motivieren, sich zu bewegen und sich selbst Gutes zu tun.
Der Wernauer Turn- und Sportverein, die Betriebskrankenkasse der Firma Bosch, die Firma Junkers, und die Stadt Wernau haben sich gemeinsam ins Zeug gelegt, um diesen Nordic-Walking-Park zu entwickeln. Gespräche mit dem für den Wernauer Wald zuständigen Förster und den Waldbesitzern haben die Initiatoren des Weges, Dieter Baumann und Oliver Otto, geführt und jetzt steht dem Gesundheitsparcours nichts mehr im Wege.
Drei Runden sind markiert und warten auf die Spaziergänger. Die Bosch BKK-Runde ist zwischen 40 und 60 Minuten lang und ist auch von Anfängern zu bewältigen, die Route „an die Fils" hat einen mittleren Schwierigkeitsgrad und dauert zwischen 60 und 80 Minuten und die 10 Kilometer lange ‚Junkersrunde'" ist mit 100 bis 120 Minuten die längste Tour und hat ebenfalls einen mittleren Schwierigkeitsgrad.
Auszug aus dem Wernauer Anzeiger vom 21.03.2008
Manege frei für Jongleure, Clowns und Akrobaten
Das Jugendhaus Kiwi und der ehemalige Profifußballer Oliver Otto veranstalteten in den Osterferien das erste Wernauer Zirkuscamp. Insgesamt 45 Kinder aus Wernau, Notzingen und Deizisau lernten an vier Tagen in den Osterferien die Tricks und Kniffe, die ein echter Zirkuskünstler können muss, um sein Publikum zu begeistern. „Nur etwa zehn Prozent der Kids haben Vorkenntnisse, es sind aber alle mit Spaß und Freude dabei", berichtet Phil Maier vom Kiwi-Team. Am Freitag hieß es dann Manege frei und die Jungs und Mädchen im Alter von 7 bis 14 Jahren präsentierten vor gespanntem Publikum ihre Kunststücke in der Neckartalhalle.
Wo für gewöhnlich Handball gespielt, geturnt und gekickt wird, hielten in den Osterferien ganz andere Disziplinen Einzug. Die Neckartalhalle wurde zur Zirkusmanege umfunktioniert und die kleinen Artisten übten für ihren großen Auftritt. Vom Einrad über Keulen, bis hin zur Drahtseilakrobatik war alles dabei.
Am ersten Tag hatten die Kinder Zeit, alle Geräte kennen zu lernen und herauszufinden, was ihnen am meisten Spaß macht. Danach hieß es üben, üben und nochmals üben. Doch die Anstrengungen haben sich gelohnt. Jannik fährt mit einem Minifahrrad auf dem Schwebebalken, Joana springt als Tiger verkleidet durch einen brennenden Reifen und eine Gruppe von Mädchen fährt in Formation auf Einrädern durch die Halle. „Die Kunststücke sind so vielseitig und abwechslungsreich wie die Kinder selbst", so Phil Maier.
So viel Training machte hungrig und auch hier war das Team um Holger Kaufhold bestens gerüstet. Jeden Mittag gab es ein warmes Mittagessen aus dem Antoniushaus, und für den kleinen Hunger zwischendurch standen Obst und Getränke bereit. „Es herrscht eine tolle Atmosphäre und die Kinder verbessern ihre motorischen Fähigkeiten", so Holger Kaufhold. Die vier Tage Zirkuscamp waren für das Jugendhaus Kiwi eine gelungene Premiere und für die vielen Kinder ein abwechslungsreiches Ferienprogramm.
Auszug aus dem Wernauer Anzeiger vom 30.04.2009